Einzelhandel Vollsortimenter an der Feldstraße
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 15 sowie 37. Änderung des FNP. Geplant ist ein großer Supermarkt auf Antrag eines privaten Vorhabenträgers.
Zu den ArgumentenWorum es geht
Der Rat der Stadt Herten hat die Einleitung zweier Bauleitplanverfahren in Herten-Langenbochum beschlossen. Beide betreffen bislang unbebauten Außenbereich mit besonderer Bedeutung für Stadtbild und Natur.
Den vollständigen Wortlaut des Bürgerbegehrens — Fragestellung, Begründung & Vertretungsberechtigte — kannst du hier nachlesen.
Ausmaß der betroffenen Flächen — Luftbild mit Markierung (eingekreiste Bereiche zeigen, wie viel Land bebaut werden soll).
Was geplant ist
Einzelhandel Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 15 sowie 37. Änderung des FNP. Geplant ist ein großer Supermarkt auf Antrag eines privaten Vorhabenträgers.
Zu den Argumenten
Wohnbau 31. Änderung des FNP. Bis zu 100 Wohneinheiten im bislang geschützten Freiraum südlich der Polsumer Straße — die Wiese am Autohaus Schürmann.
Zu den ArgumentenEinordnung
Die Wiese am Autohaus Schürmann und das Feldstraße-Areal stehen für grundlegende Fragen der Stadtentwicklung — nicht nur für einzelne Bauvorhaben. Hier die wichtigsten Dimensionen im Überblick:
Bestehende Abwasserentsorgung und die Frage, ob zusätzliche Bauvorhaben sicher angeschlossen werden können.
Zum AbschnittNatürlicher Abfluss, Versiegelung und erhöhte Wasserstände bei Starkregen.
Zum AbschnittTemperaturausgleich, Luftbewegung und Hitze — gerade bei Extremwetter.
Zum AbschnittHinweise auf Fledermäuse, Bodenbrüter, Amphibien und weitere Arten.
Zum AbschnittZusammenhängende Freiräume entwickeln sich über Jahre — ein Verlust ist schwer ausgleichbar.
Zum AbschnittMehr Bebauung bedeutet oft mehr Druck auf bestehende Systeme.
Zum AbschnittOffene Fragen zu Flächenzuschnitt, Infrastruktur und langfristiger Umsetzbarkeit.
Zum AbschnittTransparent darstellen, welche Standorte geprüft wurden — und warum.
Zum AbschnittWie wirken sich mehr Bauvorhaben auf bereits frequentierte Straßen aus?
Zum AbschnittWirtschaftliche Aspekte und Fragen zur dauerhaften Entwicklung.
Zum AbschnittGrün- und Freiflächen, Gewässer und Vernetzung — warum der Raum mehr ist als „Baureserve“.
Zum AbschnittVersiegelung, Starkregen und Entwässerung — was davon belastet werden kann.
Zum AbschnittLandwirtschaftliche Nutzung und strukturelle Bedeutung vor Ort.
Zum AbschnittVerkehr, Aufteilung, Nachbarschaft — was vor einer Entscheidung fehlt.
Zum AbschnittNach unserem derzeitigen Kenntnisstand bestehen bereits heute Herausforderungen bei der Abwasserentsorgung im betroffenen Bereich. Fachliche Hinweise deuten darauf hin, dass bestehende Kapazitäten teilweise ausgelastet sind. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob zusätzliche Bauvorhaben überhaupt sicher angeschlossen werden können.
Die Flächen übernehmen eine wichtige Funktion für den natürlichen Wasserabfluss und die Versickerung. Bei stärkeren Niederschlägen kann es hier bereits heute zu erhöhten Wasserständen kommen. Eine zusätzliche Versiegelung könnte diese Situation weiter verschärfen.
Die Freiflächen übernehmen nach bestehenden Konzepten eine bedeutende Rolle für das lokale Klima am Übergang von Herten-Nord zum Außenbereich.
Sie tragen unter anderem dazu bei:
Gerade im Hinblick auf zunehmende Wetterextreme gewinnen solche Flächen an Bedeutung. Veränderungen sollten daher sorgfältig bewertet werden — auch mit Blick auf die Zukunft.
Im Rahmen unserer Recherchen bestehen Hinweise auf das Vorkommen verschiedener geschützter Tierarten in diesem Gebiet.
Hierzu zählen unter anderem:
Diese Arten sind auf funktionierende Lebensräume angewiesen — nicht nur punktuell, sondern im gesamten Umfeld.
Wichtig: Artenschutz bedeutet nicht nur den Schutz einzelner Tiere, sondern auch den Erhalt ihrer Lebensräume und Bewegungsräume.
Die betroffenen Flächen sind Teil eines zusammenhängenden Freiraumsystems. Solche Strukturen entwickeln sich über viele Jahre und erfüllen wichtige ökologische Funktionen. Ein Verlust lässt sich in dieser Form nicht einfach ausgleichen.
Mehr Bebauung bedeutet in der Regel auch mehr Belastung für bestehende Systeme – etwa bei Verkehr, Entwässerung und Infrastruktur. Nach unserem Kenntnisstand sind einzelne Bereiche bereits heute stark beansprucht. Zusätzliche Belastungen sollten daher genau bewertet werden.
Bei der Umsetzung stellen sich aus unserer Sicht noch offene Fragen – sowohl technisch als auch wirtschaftlich. Verschiedene Faktoren wie Flächenzuschnitt, Infrastruktur und Rahmenbedingungen spielen dabei eine Rolle. Ob das Vorhaben unter diesen Voraussetzungen langfristig tragfähig ist, sollte sorgfältig geprüft werden.
Eine zentrale Frage jeder Stadtentwicklung ist:
Gibt es geeignete Alternativen?
Nach unseren eigenen Recherchen bestehen im Hertener Norden weitere Flächen, die grundsätzlich für eine Entwicklung in Betracht kommen könnten.
Aus unserer Sicht sollte transparent dargestellt werden, welche Alternativen geprüft wurden — und aus welchen Gründen Entscheidungen getroffen werden.
Zusätzliche Bauvorhaben führen in der Regel zu mehr Verkehr. Bereits heute sind einzelne Straßen im Umfeld stark frequentiert. Es stellt sich daher die Frage, wie sich zusätzliche Belastungen auf die bestehende Verkehrssituation auswirken.
Auch wirtschaftliche Aspekte spielen bei solchen Projekten eine Rolle. Nach unserem Kenntnisstand bestehen Fragen zur langfristigen Tragfähigkeit einzelner Nutzungen. Eine nachhaltige Entwicklung sollte sowohl wirtschaftlich sinnvoll als auch dauerhaft tragfähig sein.
Die Freifläche am Autohaus Schürmann und das umgebende Feldstraße-Areal sind Teil eines gewachsenen Naturraums. Sie stehen in Verbindung mit angrenzenden Biotopstrukturen und erfüllen wichtige ökologische Funktionen.
Dazu gehören unter anderem:
In unmittelbarer Nähe befinden sich zudem Schutzgebiete, die Teil eines größeren ökologischen Zusammenhangs sind. Nach unserer Einschätzung sollten diese Zusammenhänge vor einer baulichen Entwicklung umfassend bewertet und berücksichtigt werden.
Ein zentraler Punkt ist die wasserwirtschaftliche Situation.
Mehr Versiegelung bedeutet:
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die bestehende Infrastruktur ausreichend ausgelegt ist — und welche Maßnahmen notwendig wären.
Die betroffenen Flächen werden aktuell landwirtschaftlich genutzt oder sind dafür geeignet. Für Betriebe vor Ort stellen solche Flächen eine wichtige Grundlage dar — sowohl wirtschaftlich als auch strukturell.
Auch dieser Aspekt sollte im Rahmen der Abwägung angemessen berücksichtigt werden.
Neben grundsätzlichen Themen bestehen auch praktische Fragen zur Umsetzung der Planungen rund um Feldstraße und Polsumer Straße.
Dazu gehören unter anderem:
Diese Punkte sind entscheidend für die tatsächliche Umsetzung und sollten vor einer Entscheidung nachvollziehbar geklärt sein.
Unsere Argumente
Nicht grundsätzlich gegen Entwicklung — sondern gegen eine Planung, die überstürzt und ohne ausreichende fachliche Grundlage eingeleitet wurde.
Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand bestehen bereits heute Herausforderungen bei der Abwasserentsorgung im betroffenen Bereich. Fachliche Hinweise deuten darauf hin, dass bestehende Kapazitäten teilweise ausgelastet sind. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob zusätzliche Bauvorhaben überhaupt sicher angeschlossen werden können.
Die Flächen übernehmen eine wichtige Funktion für den natürlichen Wasserabfluss und die Versickerung. Bei stärkeren Niederschlägen kann es hier bereits heute zu erhöhten Wasserständen kommen. Eine zusätzliche Versiegelung könnte diese Situation weiter verschärfen.
Nach aktuellen städtischen Konzepten erfüllen die Flächen eine wichtige Rolle für das lokale Klima. Sie tragen zur Kühlung und zum Temperaturausgleich in angrenzenden Wohngebieten bei. Veränderungen sollten daher sorgfältig geprüft werden, um langfristige Auswirkungen zu vermeiden.
Es bestehen Hinweise auf das Vorkommen geschützter Arten in diesem Bereich. Viele dieser Tiere nutzen nicht nur einzelne Flächen, sondern ganze Lebensräume im Verbund. Eingriffe können daher weitreichendere Auswirkungen haben, als es auf den ersten Blick erscheint.
Die betroffenen Flächen sind Teil eines zusammenhängenden Freiraumsystems. Solche Strukturen entwickeln sich über viele Jahre und erfüllen wichtige ökologische Funktionen. Ein Verlust lässt sich in dieser Form nicht einfach ausgleichen.
Mehr Bebauung bedeutet in der Regel auch mehr Belastung für bestehende Systeme – etwa bei Verkehr, Entwässerung und Infrastruktur. Nach unserem Kenntnisstand sind einzelne Bereiche bereits heute stark beansprucht. Zusätzliche Belastungen sollten daher genau bewertet werden.
Bei der Umsetzung stellen sich aus unserer Sicht noch offene Fragen – sowohl technisch als auch wirtschaftlich. Verschiedene Faktoren wie Flächenzuschnitt, Infrastruktur und Rahmenbedingungen spielen dabei eine Rolle. Ob das Vorhaben unter diesen Voraussetzungen langfristig tragfähig ist, sollte sorgfältig geprüft werden.
Ein zentrales Prinzip der Stadtentwicklung ist die Nutzung vorhandener Flächen vor der Inanspruchnahme neuer Bereiche. Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand gibt es im Stadtgebiet weitere Entwicklungsoptionen. Es sollte transparent dargestellt werden, welche Alternativen geprüft wurden.
Zusätzliche Bauvorhaben führen in der Regel zu mehr Verkehr. Bereits heute sind einzelne Straßen im Umfeld stark frequentiert. Es stellt sich daher die Frage, wie sich zusätzliche Belastungen auf die bestehende Verkehrssituation auswirken.
Auch wirtschaftliche Aspekte spielen bei solchen Projekten eine Rolle. Nach unserem Kenntnisstand bestehen Fragen zur langfristigen Tragfähigkeit einzelner Nutzungen. Eine nachhaltige Entwicklung sollte sowohl wirtschaftlich sinnvoll als auch dauerhaft tragfähig sein.